DER DEUTSCHSPRACHIGE POSTMODERNE HISTORISCHE ROMAN: W.G. SEBALDS DIE RINGE DES SATURN UND AUSTERLITZ ALS HISTORIOGRAPHISCHE METAFIKTIONEN

Robin Hauenstein

Resum


Als besonders empfänglich für die Thematisierung vieler zentraler theoretischer Aspekte der literarisch-künstlerischen Postmoderne hat sich im literarischen Feld die postmoderne Form des historischen Romans gezeigt, die in verschiedenen Ausformungen, wie etwa der historiographischen Metafiktion, erkannt wurde. Diese neuen Tendenzen in der Gegenwartsliteratur bewegen sich im Spannungsfeld von Literatur und Historiographie, im Brennpunkt zweier Diskurse, die ähnliche und gleichwertige Bedeutungssysteme konstituieren, mittels derer wir die als Fakten interpretierten und narrativierten Geschehnisse der Vergangenheit zu verstehen suchen. Auch in der Prosa der deutschen Literatur ist spätestens seit den 80er Jahren zunehmend eine Bewegung hin zur Darstellung und Reflexion von unterschiedlichsten historischen Geschehen und Zuständen zu verzeichnen, die in engem Zusammenhang mit einer Wiederkehr des Erzählens steht, die sich von den Tendenzen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur stark unterscheidet. Zu beobachten ist dabei auch eine grundlegende und steigende Tendenz zur Metaisierung im Bereich der historienaffinen Romane, somit eine Bewegung, welche die Entwicklung des historischen zum postmodernen historischen Roman im englischsprachigen Raum etwas versetzt nachzuzeichnen scheint. Dieser Beitrag untersucht vor diesem Hintergrund W.G. Sebalds Die Ringe des Saturn und Austerlitz als exemplarische Beispiele dieser Spanne an neueren innovativen, kritischen, metafiktionalen Werken in der deutschen Literatur.


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DOI: http://dx.doi.org/10.1344/

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Anuari de Filologia. Literatures Contemporànies
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