ZENSOR – AUTOR – TEXT. DER AKT DES ZENSIERENS AM BEISPIEL DER LITERARISCHEN ZENSUR DES FRANQUISMUS

Anja Rothenburg

Resum


Die Produktion narrativer Texte unter repressiven Bedingungen, mit den damit verbundenen textuellen Eingriffen in Form von Selbstzensur durch den Autor und Streichungen durch den Zensor, stellt sich als ein Prozess dar, der von vielen unbekannten, unsichtbaren Variablen determiniert ist.
Anhand der franquistischen Zensur in Spanien (1939–1975) soll die reziproke Relation zwischen Autor und Zensor genauer betrachtet werden. Analysiert wird dabei der Akt des Zensierens als ein Prüfungsverfahren, das von bestimmten Machtkonstellationen geprägt und reglementiert wird. Die Positionierung und Funktion des Zensors, die Rolle des Autors im diktatorialen Zensurkontext sowie auch die sich daraus ergebende inter- und konterdependäre Relation zwischen den Beteiligten sind dabei von besonderer Signifikanz.
Bei Verwendung der als Tabu markierten Thematiken und Reizwörter standen dem Zensor verschiedene Formen der Sanktion zur Verfügung. Diese beschränkten sich aber nicht nur auf den Text als Gegenstand der Kontrolle, sondern bezogen letztlich auch den Autor in die Überprüfung mit ein.
Die Zensurmechanismen mit ihren wechselseitigen Folgen für Zensor, Autor und Text sollen anhand der Übertragung der Konzepte Michel Foucaults, zum Verfahren der Prüfung und den Ausschlussmechanismen von Diskursen, auf den franquistischen Literaturbetrieb erläutert werden.

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PDF (Deutsch)


DOI: http://dx.doi.org/10.1344/

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Anuari de Filologia. Literatures Contemporànies
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