„EIN MASSENGRAB LÄSST SICH NICHT BESCHREIBEN.“ ZUR REPRÄSENTATION DES LUFTKRIEGES IN GERT LEDIGS VERGELTUNG IM KONTEXT VON W.G. SEBALDS LUFTKRIEG UND LITERATUR

Autors/ores

  • ATTILA HUSZAR Universität Wien, Austria

DOI:

https://doi.org/10.1344/AFLC2016.6.6

Resum

Ausgehend von W.G. Sebalds berühmten Thesen zu Luftkrieg und Literatur beschäftigt sich der Artikel mit Gert Ledigs Vergeltung, einem Roman, der im Zuge der Debatte um Sebalds Thesen wiederentdeckt und mit großem Erfolg im Jahr 1999 erneut aufgelegt wurde, während er 1956 bei seiner Erstpublikation negativ bewertet wurde und bald in Vergessenheit geriet. Der Roman Ledigs wird untersucht in Beziehung auf die von Sebald formulierten Thesen zu Luftkrieg und Literatur und auf seinen Wert als Dokument der Beschreibung eines Luftangriffes auf eine deutsche Stadt. Dieser Wert wird besonders von W.G. Sebald selbst in Frage gestellt, da dieser Zweifel hegt an der Möglichkeit der direkten Darstellung von Kriegsgräueln über die Sprache, wie sie in Ledigs Roman erscheint.

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Secció

Testemunho, trauma e guerra na literatura do século XX