WECHSELSPIEL VON FIKTIONALITÄT UND FAKTUALITÄT IN UWE TIMMS AM BEISPIEL MEINES BRUDERS

Autors/ores

  • Giulia Ferro Milone Universitat de Barcelona

DOI:

https://doi.org/10.1344/%25x

Resum

In den großen Debatten der zweiten Hälfte der 1990er Jahre um das Verhältnis von Geschichte, Literatur und Medien und um die Verantwortung der Literatur im Aufarbeitungsprozess nach dem Holocaust nimmt das Werk Uwe Timms eine dezidierte Relevanz ein, insofern es familiäre Gedächtnisbilder und Geschichte in den Narrationen verschränkt und thematisiert. Nach Einbettung von Timms Buch Am Beispiel meines Bruders (2003) in den Kontext der „Erinnerungsliteratur” geht der vorliegende Beitrag auf das Zusammenspiel von Fiktionalisierungsverfahren, Wirklichkeits- und Wahrheitsansprüchen im Text ein. Es wird dabei zuerst Timms poetologische Auseinandersetzung mit dem Thema Fiktionalität/ Faktualität ins Blickfeld gerückt; dann werden einige zentrale textuelle Verfahren anhand von den narratologischen Konzepten ‚signposts of fictionality‘, ‚Biographem‘ und ‚Narrem‘ aufgezeigt.

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Publicades

2013-01-09